Das Nationalgericht Shuwa solltest du dir nicht entgehen lassen: Lamm oder Ziege, tagelang in Bananenblätter gewickelt und in einer Erdgrube gegart, bis das Fleisch butterweich vom Knochen fällt. Dieses Gericht wird traditionell zu Festen zubereitet – wenn du Glück hast, begegnest du ihm auf einem Markt oder in einem der wenigen Restaurants, die es regelmässig anbieten. Ebenso empfehlenswert ist Majboos, ein würziges Reisgericht mit Fleisch oder Fisch, das entfernt an Biryani erinnert, aber einen ganz eigenen Charakter hat.
Fisch und Meeresfrüchte spielen in Maskat eine zentrale Rolle. Der Fischmarkt in Muttrah ist früh morgens einen Besuch wert – nicht nur der Atmosphäre wegen, sondern weil du dort siehst, was Maskat wirklich ausmacht: frischer Kingfish, Thunfisch und Tintenfisch, die wenige Stunden später in den Küchen der Stadt landen. In einfachen Strandrestaurants bekommst du gegrillten Fisch mit Reis und Limonensauce – schlicht, frisch, unglaublich gut.
Zum Abschluss einer Mahlzeit gehört Kaffee unbedingt dazu: omanischer Kahwa, hellgolden, mit Kardamom, Safran und manchmal Rosenwasser verfeinert, wird traditionell aus einer langen Schnabelkanne in kleine Täschen gegossen. Dazu Datteln – auch das ist keine Touristenfloskel, sondern echte Gastfreundschaft. Kühle Getränke sind alkoholfrei und erfrischend: Laban, ein gesalzenes Buttermilchgetränk, klingt ungewohnt, schmeckt aber an einem heissen Tag besser als alles andere.