Wenn du wirklich Ruhe suchst, miet dir einen lokalen Guide für die alte Oasenstadt AlUla selbst. Der historische Altstadtkern – Al-Qaryah al-Qadimah – wird gerade behutsam restauriert, ist aber noch nicht touristisch poliert. Enge Gassen, verfallene Lehmhäuser, Dattelpalmen, die durch Mauern wachsen. Kein Eintritt, kaum Besucher. Ein Ort, der noch atmet.
Früh aufstehen lohnt sich hier wie fast nirgends sonst. Der Elephant Rock – Jabal AlFil – ist international bekannt, aber um sechs Uhr morgens gehört er dir fast allein. Das Licht ist dann tiefgolden, der Fels wirft lange Schatten, und die Stille ist vollständig. Wer dann noch eine halbe Stunde in die umliegenden Wadis läuft, stösst auf kleinere Felsformationen, die auf keiner Karte eingezeichnet sind.
Für ein kulinarisches Erlebnis jenseits der Hotelrestaurants: Frag deinen Guide nach einem Mittagessen bei einer lokalen Familie oder in einem der kleinen Imbisse im modernen Ortszentrum, wo Einheimische essen. Madfoon – langsam gegarter Hammelfleisch aus der Erdgrube – ist ein Gericht, das du in dieser Form kaum in einem Touristenrestaurant bekommst. Es braucht Voranmeldung, ein bisschen Geduld und die Bereitschaft, auf Arabisch zu kommunizieren. Der Aufwand lohnt sich.