Das Herzstück der lokalen Küche ist Kabsa – ein langsam gegarter Reis mit Lamm oder Huhn, parfümiert mit Kardamom, Zimt und getrocknetem Limetten. Gegessen wird traditionell mit den Händen, aus einer gemeinsamen Schüssel, was das Essen zu einem echten sozialen Erlebnis macht. Daneben findest du Jareesh, ein Gericht aus gestampftem Weizen mit Fleisch und Gewürzen, das in der Najd-Tradition verwurzelt ist und in AlUla gerne zum Frühstück serviert wird.
Datteln sind in AlUla kein Snack, sondern ein Statement. Die Region gilt als eine der ältesten Dattelanbaugebiete der arabischen Halbinsel, und die lokalen Sorten – besonders die saftige Sukari-Dattel – schmecken anders als alles, was du aus dem Supermarkt kennst. Zum Kaffee, dem bitteren, mit Kardamom gewürzten Qahwa, serviert man sie schier selbstverständlich. Dieser Kaffee ist kein Wachmacher, er ist ein Ritual der Gastlichkeit.
Das gastronomische Angebot in AlUla hat sich mit dem Tourismus spürbar entwickelt. Im und rund um das Alte Stadtzentrum sowie im Bereich Hegra gibt es heute Restaurants, die lokale Zutaten mit modernen Zubereitungen verbinden – ohne dabei die Wurzeln zu verleugnen. Frische Feigen aus der Oase, Honig aus lokaler Bienenzucht und Kräuter, die im Wadi wachsen, tauchen auf den Karten auf. Es lohnt sich, gezielt nach saisonalen Empfehlungen zu fragen.
Ein wichtiger Hinweis zur Esskultur: Alkohol ist in Saudi-Arabien nicht erhältlich. Die Getränkekarte besteht aus frischen Säften, Tees, Wasser und der allgegenwärtigen Qahwa. Wer das als Einschränkung sieht, verpasst den Kern der Sache – AlUlas Küche braucht keinen Wein als Begleiter. Hier reicht ein gutes Gespräch.