Das Tempo auf der Insel folgt dem, was Mexikaner «ahorita» nennen – ein Begriff, der irgendwo zwischen «gleich», «später» und «irgendwann» liegt. Das ist keine Unhöflichkeit, sondern eine andere Beziehung zur Zeit. Plane also etwas Puffer ein, besonders bei lokalen Restaurants oder kleineren Ausflügen, und genieße das Warten als Teil des Erlebnisses. Wer mit Ungeduld reist, verpasst oft das Beste.
Kleidung ist ein Thema, das Reisende unterschätzen. In Strandnähe und auf den Piers ist Bademode selbstverständlich, aber wenn du das Zentrum von San Miguel besuchst, Kirchen betrittst oder lokale Märkte erkundest, solltest du bedecktere Kleidung wählen. Schultern und Knie zu bedecken ist keine alte Regel – es ist schlicht ein Zeichen des Respekts gegenüber der einheimischen Bevölkerung, die ihren Alltag dort lebt.
Trinkgeld ist in Mexiko kein optionales Extra, sondern ein wesentlicher Teil des Einkommens vieler Servicemitarbeitender. Im Restaurant sind 10–15 % des Rechnungsbetrags üblich, bei Tauchguides, Bootsführern und Hotelpersonal ist ein angemessenes Trinkgeld ebenfalls sehr willkommen. Bezahle möglichst in mexikanischen Pesos – US-Dollar werden zwar vielerorts akzeptiert, aber der Wechselkurs fällt dabei selten zu deinen Gunsten aus.
Die Maya-Stätten auf dem Festland und die kulturellen Symbole Mexikos verdienen besonderen Respekt. Fotografiere Menschen immer erst nach ausdrücklicher Zustimmung – besonders in traditioneller Kleidung oder bei religiösen Anlässen. Und wenn du lokale Kunsthandwerker unterstützen möchtest: Kaufe direkt bei ihnen, nicht in grossen Souvenirläden. Das Geld bleibt so auf der Insel und trägt zu einer Reise bei, die mehr hinterlässt als nur Erinnerungen.