Daneben lohnt sich der Blick auf die yukatekische Wurzel der Inselküche. Gerichte wie Cochinita Pibil – langsam in Bananenblättern gegartes Schweinefleisch mit Achiote – stammen vom Festland und sind auf Cozumel fest verwurzelt. Ebenso die Sopa de Lima, eine leicht säuerliche Hühnersuppe mit gebratenen Tortillastreifen, die wärmt, ohne zu beschweren. Diese Gerichte findest du nicht im Resort-Buffet, sondern in den kleinen Comedores und Familienrestaurants rund um San Miguel de Cozumel.
Wer das echte Strassenbild verstehen will, geht morgens zu einem der lokalen Märkte oder setzt sich an einen Imbissstand mit frischen Tacos de Canasta – Tacos aus gedämpften Maistortillas, gefüllt mit Bohnen, Kartoffel oder Chicharrón. Kein Instagram-Gericht, aber eines der ehrlichsten Frühstücke, die du auf der Insel findest. Dazu ein Café de Olla, süsslich-zimtig gekochter Schwarzkaffee aus dem Tontopf.
Beim Trinken gilt: Mexiko ist Tequila- und Mezcal-Land, und auch auf Cozumel findest du Bars, die beides ernst nehmen. Ein guter Mezcal wird hier nicht mit Eis verwässert, sondern pur, in kleinen Schlucken, vielleicht mit einer Scheibe Orange und etwas Sal de Gusano. Wer lieber erfrischend trinkt, greift zur Michelada – Bier mit Limette, Tomatensaft und Gewürzen, perfekt für den Mittag nach dem Tauchen. Lokale Craft-Brauereien gibt es zwar kaum, dafür aber gut sortierte Bars mit Mezcal-Karten, die Respekt verdienen.