Geprüft von Arjeta · Swiss-Vibes-Reise-Expert:in für Doha
Al Wakrah ist vielleicht das beste Argument dafür, dass Katar mehr ist als Hochhaussilhouetten und Luxusmalls. Das verschlafene Fischerdorf südlich von Doha hat einen restaurierten Souq, der dem in Doha erstaunlich ähnelt – aber ohne die Reisegruppen. Die Promenade am Meer ist morgens fast menschenleer, die Cafés servieren Karak-Tee für umgerechnet weniger als einen Franken, und die alten Korallensteinhäuser stehen noch aufrecht genug, um zu erzählen, wie das Land vor dem Öl gelebt hat.
Das Perlmuseum – Al Zubarah – liegt rund 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt und ist UNESCO-Welterbe. Trotzdem verirren sich dorthin kaum Touristen. Die Ruinen der einstigen Perlhandelsstadt sind rau, ein bisschen windgepeinigt und gerade deshalb ehrlich. Wer sich die Zeit nimmt, mit einem lokalen Guide zu sprechen, erfährt, dass Katar seinen Wohlstand ursprünglich nicht dem Erdöl, sondern dem Perlentauchen verdankt – eine Geschichte, die in den glänzenden Malls der Gegenwart vollständig verschwunden ist.






