Die katarische Küche selbst ist noch wenig bekannt im Westen, und genau das macht sie spannend. Machboos ist das Nationalgericht: langsam geschmortes Lamm oder Huhn auf gewürztem Reis, mit Safran, Rosenwasser und Zimt abgeschmeckt – ein Gericht, das Geduld und Präzision verlangt. Ebenso lohnenswert ist Harees, ein Brei aus Weizen und Fleisch, der besonders im Ramadan serviert wird. Wer auf eigene Faust unterwegs ist, findet im Souk Waqif die authentischsten Lokale: einfach eingerichtet, laut, lebendig – und geschmacklich überzeugend.
Doha ist aber auch eine Stadt, in der internationale Spitzenköche ihre Restaurants eröffnet haben. Im Katara Cultural Village oder rund um die West Bay findest du Adressen, die mit asiatischer, mediterraner und moderner arabischer Küche punkten. Das ist kein Zufall – Katar hat in den letzten Jahren erheblich investiert, um als kulinarische Destination ernst genommen zu werden. Du wirst beides schätzen: das schlichte Fladenbrot mit Hummus in der Gasse und das sorgfältig platzierte Degustationsmenü am Abend.
Ein Hinweis, der wichtig ist: Alkohol ist in Katar nicht im öffentlichen Raum erhältlich. In lizenzierten Hotels und bestimmten Restaurants gibt es Wein und Cocktails – wer das sucht, wird fündig, muss aber bewusst wählen. Als alkoholfreie Alternative lohnt sich Jallab, ein Sirup aus Weintrauben, Rosenwasser und Granatapfel über Eis, unbedingt ein Versuch. Ebenso frisch gepresste Säfte, die in der Hitze Dohas schlicht unverzichtbar sind.