Was du unbedingt probiert haben solltest: Sopa de Lima, eine klare Zitronensuppe mit knusprigen Tortilla-Streifen und Hühnchen – warm, aromatisch, unprätentiös. Dann Papadzules, gefüllte Tortillas in Kürbiskernsosse mit hart gekochten Eiern, ein Gericht, das älter ist als die Conquista. Und natürlich Cochinita Pibil – in Achiote mariniertes Schweinefleisch, traditionell in Bananenblättern unter der Erde gegart. Wer das zum ersten Mal isst, versteht, was «langsames Essen» wirklich bedeutet.
Am Lago Bacalar selbst gibt es eine wachsende Zahl von Restaurants, die lokale Zutaten mit modernem Bewusstsein kombinieren – frischer Fisch aus der Region, hausgemachte Tortillas, selbst angebaute Kräuter. Die Atmosphäre ist dabei nie steif: Man sitzt an Holztischen mit Blick aufs türkisfarbene Wasser, trinkt frisch gepressten Aguas Frescas oder ein kühles Michelada, und die Zeit läuft einfach anders.
Ein Tipp abseits der Restaurantmeile: Geh früh morgens auf den kleinen Markt im Ortszentrum. Dort kaufen die Einheimischen ein, dort bekommst du Tamales, die noch warm sind, frische Chiles und hausgemachte Tortillas für einen Bruchteil des Restaurantpreises. Das ist kein Geheimtipp mehr – aber es ist immer noch ehrlicher als alles, was auf Hochglanzpapier steht.