Der Sommer – also Juni bis September – ist die klassische Hochsaison. Die Bergbahnen zu Jungfraujoch, Schilthorn und Harder Kulm sind in Betrieb, die Tage sind lang, und Aktivitäten wie Paragliding, Klettern oder Kajakfahren auf dem Brienzersee sind möglich. Juli und August sind gleichzeitig die belebtesten und teuersten Monate: Hotels buchen sich Wochen im Voraus aus, die Dorfstraße in Interlaken West füllt sich mit Reisegruppen. Wer Ruhe sucht, ist im Juni oder September deutlich besser bedient – mit ähnlichem Wetter, aber ohne das Gedränge.
Der Winter von Dezember bis März spricht ein anderes Publikum an. Interlaken selbst liegt auf nur 570 Metern Höhe, Schnee im Dorf ist die Ausnahme. Wer Skifahren will, fährt weiter nach Grindelwald, Wengen oder Mürren – die sind gut per Zug erreichbar. Der Vorteil im Winter: Die Stadt ist ruhiger, die Preise sind oft günstiger, und an klaren Tagen bieten sich faszinierende Ausblicke auf die verschneite Bergwelt. Neblige Tage gehören allerdings ebenfalls zum Winterbild dazu.
Frühjahr (April/Mai) und Herbst (Oktober/November) sind die ehrlichsten Geheimtipps. Die Landschaft blüht auf oder leuchtet in Herbstfarben, die Touristenmassen sind weg, und du bekommst Interlaken in einer entspannteren Version. Einige Bergbahnen sind in dieser Zeit wegen Wartungsarbeiten geschlossen – das lohnt sich vorher zu prüfen. Aber genau diese Ruhe macht den Unterschied, wenn du wirklich ankommen willst.
Ein Termin, der das ganze Jahr prägt: Das Unspunnenfest – eines der ältesten Schweizer Volksfeste – findet nur alle zwölf Jahre statt, zuletzt 2017. Regelmäßiger ist das Jungfrau-Marathon im September, der die Region für Läufer aus aller Welt zur Pilgerstätte macht. Wer genau dann plant, sollte Unterkunft und Transport besonders früh reservieren.