Der absolute Höhepunkt für viele Besuchende ist der Juni und Juli: Die Rosen im Rosengarten stehen in voller Blüte, der Bärenpark ist angenehm belebt ohne zu überwältigen, und auf den Terrassen der Restaurants am Bundesplatz herrscht diese träge Schweizer Sommerqualität, die man nicht so schnell vergisst. Wer das Geranium-Festival oder das Open-Air-Kino im Auge hat, sollte den Juli fest einplanen. August bringt das Buskers Festival – eines der schönsten Strassenmusik-Events Europas, direkt in der Altstadt.
Herbst und Frühling sind die klassischen Geheimtipps. Im April und Oktober bewegt sich Bern in einem ruhigeren Rhythmus: weniger Touristengruppen, günstigere Hotels, und eine Stadt, die sich wieder etwas mehr ihren eigenen Bewohnerinnen und Bewohnern gehört. Der Oktober bringt warme Farben in die Gärten und entlang der Aare – und das Weltkinderfest oder die Berner Herbstmesse sind gute Gründe, genau jetzt zu kommen.
Der Winter in Bern ist grau und feucht – das soll man dir nicht verschweigen. Nebel liegt oft tagelang über der Stadt, und die kurzen Tage fordern ihren Tribut. Und trotzdem: Wer Bern im Dezember besucht, erlebt eine stille, fast intime Stimmung. Der Weihnachtsmarkt auf dem Waisenhausplatz gehört zu den authentischsten der Schweiz, fernab von touristischer Überinszenierung. Für Kulturreisende, die Museen, das Bernische Historische Museum oder das Zentrum Paul Klee schätzen, ist die Nebensaison ohnehin ideal – Menschenmassen gibt es dort kaum.