Zwei Gerichte solltest du unbedingt probieren: Babi Guling und Bebek Betutu. Babi Guling ist ein langsam am Spiess gebratenes Spanferkel, gewürzt mit Kurkuma, Ingwer, Zitronengras und Chili – es ist das Festtagsgericht der Balinesen schlechthin und wird mittlerweile auch in kleinen Lokalen täglich angeboten. Bebek Betutu ist gegensätzlich ruhiger: Ente, in Bananenblätter eingewickelt und stundenlang gedämpft oder gebacken, zart und aromatisch bis auf den Knochen. Dazu kommt Lawar, ein Salat aus Fleisch, Kokos und frischen Kräutern, der je nach Region sehr unterschiedlich schmeckt.
Nasi Goreng – gebratener Reis – ist zwar das bekannteste indonesische Gericht, aber auf Bali solltest du auch die lokale Variation Nasi Campur probieren: ein Teller mit kleinen Portionen verschiedener Beilagen, den du dir oft selbst zusammenstellst. Es ist Alltagsessen, ehrlich und gut. Gleiches gilt für Sate Lilit, Balinese Spiesschen aus gewürztem Fischfleisch, das um Zitronengrasstängel gewickelt und gegrillt wird – ein Strassenfood, das selbst in einfachsten Versionen überzeugend ist.
Zum Trinken: Frische Kokosnüsse sind allgegenwärtig und keine touristische Inszenierung, sondern gelebter Alltag. Wer Kaffee mag, sollte einmal balinesischen Tubruk-Kaffee trinken – ungefilterter, grob gemahlener Kaffee, direkt mit heissem Wasser aufgegossen. Der berühmte Kopi Luwak, Kaffee aus dem Verdauungstrakt der Zibetkatze, ist auf Bali erhältlich, aber Vorsicht: Die Haltungsbedingungen der Tiere sind oft fragwürdig. Authentisch, lecker und unproblematisch ist dagegen der lokale Arak, ein Reisbranntwein – als Arak Attack mit Limette ein fester Bestandteil der balinesischen Abende. Beachte aber, dass es immer wieder Berichte über gepanschten Alkohol gibt; kaufe nur in vertrauenswürdigen Betrieben.