Das Bündner Fleisch ist hier keine Folklore, sondern Alltag. Hauchdünn aufgeschnitten, luftgetrocknet und von einer Würze, die kein Industrieprodukt imitieren kann – auf einer guten Holzplatte serviert, braucht es nichts weiter dazu. Dazu gehört der Bündner Nusstorte, der in jeder guten Bäckerei in Arosa in einer etwas anderen Variante auftaucht. Süss, nussig, buttrig – und besser als alles, was du zu Hause im Supermarkt findest.
In den Berghütten rund um Arosa – etwa auf dem Weg zur Weisshorn-Hütte oder beim Abstieg vom Hörnli – gibt es Rösti, Suppen und Älplermagronen, die nicht auf der Speisekarte existieren, um Touristen zu gefallen, sondern weil sie funktionieren. Fettig, warm, ehrlich. Nach einem langen Tag auf der Piste oder dem Trail ist das genau das Richtige.
Das Dorf selbst bietet mehr Vielfalt als man auf den ersten Blick vermutet. Neben den klassischen Bergrestaurants gibt es Küchen, die mit regionalen Produkten modern arbeiten – Bündner Lamm, lokale Pilze, Bergkräuter. Qualität wird hier nicht laut angepriesen, sondern still vorausgesetzt. Ein gutes Zeichen. Wenn du Wein trinkst, lohnt sich ein Blick auf die Bündner Pinot Noir – Graubünden produziert einige der besten Burgundersorten der Schweiz, und auf dieser Höhe trinkt sich ein gutes Glas besonders gut.