Der Frühling, also April und Mai, ist für viele Kenner die eigentliche Geheimzeit. Die Blumen am Seeufer blühen, die Touristenmassen sind noch überschaubar, und die Preise sind spürbar moderater. Das Wetter ist nicht immer stabil – ein Regenschauer gehört im April dazu – aber genau das macht Luzern in diesen Momenten besonders: die Kasernenbrücke im Morgendunst, der See in milchigem Licht, die Stadt noch ganz bei sich.
Der Herbst von September bis Oktober verbindet angenehme Temperaturen um 15 bis 20 Grad mit goldenem Licht und einer ruhigeren Stimmung. Die Wanderwege rund um den Vierwaldstättersee leuchten in warmen Farben, und die Gastronomie zeigt sich oft von ihrer kreativsten Seite – Saison-Menüs, Wild, Kürbis. Wer flexibel reist und nicht auf Strandbadewetter angewiesen ist, trifft hier eine sehr gute Wahl.
Der Winter verdient eine ehrliche Einschätzung: Luzern ist kein klassisches Winterziel im Sinne von Ski oder Weihnachtsmarkt-Glamour à la Wien oder Strassburg. Die Altstadt ist im Dezember hübsch geschmückt, und der Anblick von Pilatus mit Schneekappe hat durchaus etwas. Doch neblig-graue Tage gehören zwischen November und Februar dazu. Wer damit umgehen kann und günstige Preise sowie leere Gassen schätzt, findet auch im Winter seinen Moment.
Ein letzter Tipp zu den Events: Das Luzerner Fasnacht im Februar ist ein echtes Erlebnis – laut, bunt, und tief in der Schweizer Kultur verwurzelt. Das Lucerne Festival im Sommer und Herbst zieht klassikbegeisterte Reisende aus aller Welt an. Wer gezielt zu einem dieser Events reist, sollte Hotel und Transport deutlich im Voraus buchen, denn Kapazitäten sind begrenzt und Preise steigen entsprechend.