Val Gardena ist eines der wenigen Täler, in dem die ladinische Kultur und Sprache bis heute lebendig ist, was den Ort besonders macht.
Ladinisch, eine eigenständige rätoromanische Sprache, wird im Grödnertal neben Deutsch und Italienisch aktiv gesprochen und auf Ortsschildern gleichberechtigt geführt, was das Tal kulturell von vielen anderen Regionen Südtirols unterscheidet. Diese dreisprachige Identität prägt auch das Selbstverständnis der Einheimischen, die stolz auf ihre eigenständige Geschichte sind.
Das Tal ist zudem bekannt für seine Jahrhunderte alte Tradition der Holzschnitzerei, besonders in St. Ulrich, wo bis heute zahlreiche Werkstätten religiöse Figuren und Kunsthandwerk herstellen, ein Handwerk, das früher massgeblich zum Auskommen des Tals beitrug. Ein Besuch in einer der Werkstätten oder im örtlichen Museum gibt einen guten Einblick in diese Tradition.
Im Umgang miteinander ist man im Grödnertal freundlich und bodenständig, wobei sich der jeweils bevorzugte Gruss zwischen Deutsch, Italienisch und Ladinisch je nach Gesprächspartner unterscheiden kann. Auf der Piste, insbesondere entlang der beliebten Sellaronda-Route, ist es an schönen Tagen deutlich voller, weshalb umsichtiges Fahren und etwas Geduld an den Liftanlagen dazugehören.
Häufige Fragen
Wird in Val Gardena wirklich noch Ladinisch gesprochen?
Ja, Ladinisch ist im Alltag vieler Einheimischer präsent und wird in Schulen sowie auf offiziellen Schildern neben Deutsch und Italienisch verwendet.
Was hat es mit der Holzschnitzerei in Gröden auf sich?
St. Ulrich und die umliegenden Dörfer haben eine lange Tradition als Zentrum für religiöse Schnitzkunst, die bis heute in zahlreichen Werkstätten gepflegt wird.



