Die Küche in Madonna di Campiglio ist geprägt vom Trentino, einer Region, die alpine Bodenständigkeit mit norditalienischer Feinheit verbindet.
Canederli, grosse Knödel aus altbackenem Brot, gehören auch hier zu den festen Grössen jeder Speisekarte, oft in klarer Rindsbouillon serviert oder mit brauner Butter und Käse. Strangolapreti, kleine Spinatknödel, deren Name wörtlich Priesterwürger bedeutet, sind eine weitere Trentiner Spezialität, die man in den umliegenden Berghütten häufig findet.
Da das Trentino zu den bedeutendsten Weinbauregionen Norditaliens zählt, lohnt sich in Madonna di Campiglio ein Blick auf die Weinkarte: Teroldego, eine kräftige rote Rebsorte, die fast ausschliesslich hier angebaut wird, sowie die Schaumweine aus dem Trentodoc-Verfahren gehören zu den regionalen Höhepunkten. Auch Speck und Käse aus den umliegenden Almen, etwa der würzige Trentingrana, finden sich auf vielen Karten.
Wild aus den Wäldern der Brenta-Gruppe, oft als Ragù zu Polenta oder als Braten serviert, ist im Winter eine beliebte Hauptspeise, während zum Dessert häufig Strudel oder ein Kastanien-Dessert aus den umliegenden Tälern gereicht wird. Madonna di Campiglio gilt zudem als einer der eleganteren Orte des Trentino, was sich in einigen ambitionierten Restaurants mit modernerer Interpretation der Bergküche widerspiegelt.
Für eine Mittagspause auf der Piste eignen sich besonders die Hütten Richtung Grostè, von denen mehrere für ihre hausgemachte Pasta und die Aussicht auf die Felstürme der Brenta bekannt sind.
Häufige Fragen
Was unterscheidet die Trentiner Küche von anderen Alpenregionen?
Die Nähe zu bedeutenden Weinbaugebieten und eine etwas leichtere, oft mit norditalienischen Elementen angereicherte Zubereitung unterscheiden sie von der teils deftigeren Küche Südtirols oder Österreichs.
Gibt es in Madonna di Campiglio auch gehobene Gastronomie?
Ja, der Ort gilt als einer der elegantesten Skiorte Italiens und bietet entsprechend mehrere Restaurants mit ambitionierter, moderner Küche.



